Software in der Getriebeentwicklung

Matthias Heß berichtet

Intelligente Getriebe

Doppelkupplungsgetriebe zeichnen sich nicht nur durch einen hohen Wirkungsgrad und vielseitige Radsatzkonzepte aus. Ihr Verhalten lässt sich auch per Software flexibel gestalten.

Schalten nach Wunsch

Wie der Wandlerautomat mit Planetenradsätzen ist das Doppelkupplungsgetriebe ein Lastschaltgetriebe. Das Schalten erfolgt dabei ohne Zugkraftunterbrechung. Allerdings sind beim Doppelkupplungsgetriebe das Einlegen eines Ganges und der vom Fahrer wahrgenommene Schaltvorgang getrennte Vorgänge. Der nächste Gang wird im gerade passiven Teilgetriebe bereits im Hintergrund eingelegt. Aktiviert wird er, indem eine Kupplung öffnet und die andere schließt.

Diese „Überschneidungsschaltung“ lässt sich weitgehend frei gestalten. Beispielsweise kann man die zweite Kupplung schneller schließen, damit sich der Schaltvorgang sportlicher anfühlt. Oder die Ingenieure programmieren die Überschneidung so, dass der Schaltvorgang überhaupt nicht spürbar wird. So kann der Automobilhersteller das Verhalten der Automatik dem Markencharakter und den Wünschen seiner Kunden anpassen. Einige Hersteller bieten auch Fahrprogramme an, um in einem Fahrzeug unterschiedliche Charakteristika auswählen zu können.

Programmierung im Fahrzeug

Vernetzte Funktionen

Die Überschneidungsschaltung wird per Software programmiert. In der Software des Getriebesteuergeräts (TCU=Transmission Control Unit) ist festgelegt, wann welche Gänge eingelegt werden und wie die Doppelkupplung betätigt wird. Die Getriebesteuerung kommuniziert mit der Motorsteuerung und weiteren Fahrzeugfunktionen.

Die Vernetzung dieser Funktionen wird weiter zunehmen. Beispielsweise können Verkehrsdaten oder Informationen über die Topographie der Strecke genutzt werden, um das Verhalten des Fahrzeugs bis hin zum Getriebe zu optimieren. Auch die Kommunikation von Fahrzeugen untereinander und mit der Infrastruktur wird Einfluss auf zukünftige Antriebe nehmen. Das Getriebe der Zukunft verbindet eine herausragende innere Effizienz mit intelligentem Verhalten im vernetzten Verkehr.

Die Entwicklung von Getriebesoftware und die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Entwicklern anderer Fahrzeugbereiche nehmen einen immer größeren Stellenwert ein.

Warum die Arbeit als Software-Spezialist bei Transmission Systems so abwechslungsreich ist

Das Getriebe ist neben dem Motor der wohl wichtigste Bestandteil von Kraftfahrzeugen. Um individuell auf verschiedene Fahrzeugvarianten reagieren zu können, bedarf es flexibler Lösungen. Bei der Entwicklung unserer Doppelkupplungsgetriebe spielt vor allem die Software eine bedeutende Rolle. Unsere Spezialisten programmieren eine auf unsere Getriebesysteme zugeschnittene Steuerung, die es ermöglicht jede Fahrzeugvariante individuell auf die Anforderungen unserer Kunden abzustimmen. Wann wird geschalten? Wie fühlt sich die Schaltung an? An dieser Stelle des Entwicklungsprozesses erfolgt die Anpassung eines Getriebes auf das vom Kunden gewünschte Fahrverhalten eines Autos. Soll der Schwerpunkt auf einer sportlichen oder komfortablen Fahrweise liegen? Wird das Getriebe eher leistungsoptimiert oder kraftstoffsparend ausgelegt? Die verschiedenen Fragestellungen zeigen, dass die Anforderungen an das Endprodukt immer vielfältiger werden. Für ein konkurrenzfähiges Doppelkupplungsgetriebe braucht eben es nicht nur eine sehr gute Hardwareentwicklung, sondern auch eine Softwareentwicklung, die das Potenzial des Produkts auszuschöpfen vermag.

Transmission Systems bietet Software-Spezialisten ein breites Spektrum an beruflichen Möglichkeiten: (Funktions-) Softwareentwickler, Software Integrationsingenieure, Applikationsingenieure, Software Qualitätsingenieure sowie Software Testingenieure - sie alle sorgen für ein individuell an Kunden- und Marktanforderungen angepasstes Produkt.

In den folgenden Videos stellen Kollegen aus dem Bereich Software ihre Tätigkeit vor und beschreiben, warum die Softwareentwicklung bei Transmission Systems so spannend ist, was sie daran fasziniert und wie sie zu dem Beruf kamen.

Aufgaben eines Applikationsingenieurs - Andreas Kramer berichtet

Andreas Kramer ist seit April 2014 als Applikationsingenieur bei Transmission Systems angestellt. In diesem Clip erzählt er von seinen Aufgaben, den besonderen Herausforderungen in seinem Job und warum er gerne am Standort St. Georgen mitarbeitet.

Warum die Software in der Getriebeentwicklung so wichtig ist - Matthias Heß berichtet

Matthias Heß ist Senior Manager Software Applikation an unserem Entwicklungsstandort in Köln. In diesem Video schildert er, mit welchen Fragestellungen und Themen sich sein Bereich befasst und warum die Software in der Getriebeentwicklung eine so wichtige Rolle spielt.

Duales Studium IT-Automotive - Daniel Hägele berichtet

Daniel Hägele hat bereits eine Ausbildung bei Transmission Systems abgeschlossen, hat als Versuchsmechaniker gearbeitet und absolviert nun ein Duales Studium mit Schwerpunkt IT-Automotive an der DHBW Stuttgart. Im Video berichtet er von den Inhalten des Studiums und was ihm besonders gut daran gefällt.