Getriebebauweisen

Getriebebauweisen

Der Antriebsstrang eines Automobils ist im Prinzip immer ähnlich aufgebaut: Das Drehmoment wird vom Motor über die Kupplung und das Getriebe (zum Beispiel auch ein Automatikgetriebe mit Drehmomentwandler) auf das Achs-Differenzialgetriebe und schließlich auf die Antriebsachsen und die Räder weitergegeben. Je nach Hersteller und Größe eines Autos unterscheiden sich jedoch die möglichen Bauformen der Getriebe:

ManualShift 6MTT480

Getriebe für Transvers-Anwendung

So nennt man ein Getriebe, das an der Vorderachse neben dem Motor quer zur Fahrtrichtung eingebaut ist. Getriebe und Achsdifferenzial befinden sich im gleichen Gehäuse. Dadurch kann der Motorraum relativ kurz gestaltet werden. Solche Getriebe für Transvers-Anwendung sind weit verbreitet und finden sich weltweit in 80 Prozent aller Autos. In Sonderfällen gibt es diese Anordnung auch an der Hinterachse.

PowerShift 7DCI700

Getriebe für Inline-Anwendung

Bei dieser Bauform ist das Getriebe im Mitteltunnel des Fahrzeugs längs zur Fahrtrichtung eingebaut. Der Motor ist im Bereich der Vorderachse längs angeordnet und am Getriebe angeflanscht. Das Getriebe treibt über eine Kardanwelle das Achsdifferenzial der Hinterachse an. Inline-Getriebe werden vor allem in größeren und leistungsstärkeren Fahrzeugen eingesetzt und haben weltweit einen Anteil von schätzungsweisen 10 Prozent.

PowerShift 7DCL750

Getriebe für Longitudinal-Anwendung

Diese Getriebebauart ist ebenfalls längs zur Fahrtrichtung eingebaut. Im Unterschied zu Inline-Getrieben kann sie an der Hinter- oder Vorderachse angeordnet sein. Da das Achsdifferenzial im Getriebe integriert ist, wird die Achse angetrieben, die der Einbaulage entspricht. Getriebe für Longitudinal Anwendung werden meist im gehobenen Fahrzeugsegment und für Sportwagen eingesetzt. Der Marktanteil dieser Bauform liegt weltweit bei zirka 5 Prozent.

Unabhängig von der Bauform nutzen alle Getriebe Zahnradstufungen auf einer Vorgelegewelle, die die Drehzahl der angetriebenen Welle verringert und das zur Verfügung stehende Drehmoment erhöht. Damit können die unterschiedlichen Gangstufungen kompakt aufgebaut werden.

Zum Anfahren und für die Gangwechsel ist mindestens eine Kupplung (bei Doppelkupplungsgetrieben sogar zwei) notwendig. Der gewünschte Gang wird mittels einer Synchronisierungseinheit eingelegt.