Erfahrungsbericht













Fritz Müller | Senior Manager Technical Specialist

Erfahrungsbericht

Fritz Müller | Senior Manager Technical Specialist


„Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen: Man weiß nie, was man kriegt!“ Dieses Zitat aus dem Film Forrest Gump beschreibt meine Gefühle am besten, wenn ich zurückblicke auf meine berufliche Laufbahn. 1996 habe ich zunächst als Berechnungsingenieur bei Ford angefangen. Im sogenannten Durability-Team haben wir Tests zum Nachweis der Dauerhaltbarkeit unserer Zahnräder entwickelt. Die Behandlung einer solchen komplexen Thematik in einem eingeschweißten Team zusammen mit meinem neuen Job Titel „Technischer Spezialist“: das war meine erste Praline!

2001 gründete Transmission Systems (ehem. Getrag) zusammen mit Ford ein Joint-Venture und auf einmal wurden wir doppelt so groß: die Kölner wurden zu „halben“ Untergruppenbachern. Wir als Durability-Team bekamen die Aufgabe, die neuen Methoden auch auf andere Bauteile als die Zahnräder zu übertragen. Mir und einigen anderen Teammitglieder wurde damals die Möglichkeit angeboten, unsere Perspektive zu erweitern, und uns im Unternehmen weiter zu entwickeln. Meine Vorgesetzten ermöglichten es mir mich in die hohe Kunst des Projektmanagements einzuarbeiten und ich durfte hautnah miterleben, wie unsere Verkaufsabteilung zusammen mit den Projektteams die Führungsriege der Automobilindustrie so überzeugend bearbeiteten, dass wir der Konkurrenz die lukrativsten Aufträge direkt vor der Nase wegschnappen konnten. Meine zweite Praline!

Und meine dritte Praline ließ auch nicht lange auf sich warten: Als der zentrale Ansprechpartner für den Bereich Getriebeversuch war ich in dem neuen Team zuständig für die Verhandlung der Testprogramme für die zukünftigen Getriebe mit den jeweiligen OEMs.

Nach etwa drei Jahren hatte ich eine Qualifikationsstufe erreicht, um mich auf eine Stelle in unserer Konzernzentrale in Untergruppenbach zu bewerben. Nun wurde ich also zum „ganzen“ Untergruppenbacher. Dass ich diese Position seit dem 1. März dieses Jahres ausüben darf, ist erneut auf eine strategische Entscheidung zurückzuführen: Die rasche Aufstieg unseres Unternehmens zum größten unabhängigen PKW-Getriebehersteller der Welt macht es erforderlich, die Lücken zusammenzuhalten, die während dieses rasanten Expansionsprozesses in unserem inneren Gefüge entstehen. In dem neuen Team besteht meine Aufgabe jetzt darin, die unterschiedlichsten Anforderungen unserer zahlreichen Kunden zu bewerten und im Gegenzug eine Teststrategie auszuarbeiten, mit der wir unsere zukünftigen Getriebe an einem beliebigen Entwicklungsstandort unseres Konzerns bereits vorab so gründlich testen, dass wir die Anforderungen für möglichst viele Fahrzeughersteller gleichzeitig erfüllen. So müssen wir nur einmal testen und können jede Menge Zeit und Geld sparen. Aufgrund der Größe der Aufgabe darf ich sogar neue Mitarbeiter einstellen, die durch ihre Fachkenntnis unser Team an entscheidender Stelle verstärken.

Eine Anmerkung zum Schluss: Mein aktueller Job war meine vierte und bisher letzte Praline. Aufgrund meiner rundlichen Figur hat mir mein Arzt nahegelegt, in der nächsten Zeit auf Pralinen zu verzichten. Trotzdem bin schon ganz gespannt, was die Zukunft bringen wird. Bisher war ich erst an zwei Standorten und unser Konzern hat über zwanzig in allen Erdteilen zu bieten.

Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen: Man weiß nie was man kriegt. Aber wenn man in der richtigen Firma ist, stehen die Chancen gut, dass man im Laufe seines Arbeitslebens mehr Pralinen kosten darf, als man sich ursprünglich vorgestellt hatte. Lassen Sie sich ruhig von uns verführen – wenn Sie die richtige Ausbildung haben, lassen wir Sie gerne mitnaschen.

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